HAMPORC Zucht und Mast Erzeugergemeinschaft e.V.
  • Home
  • Ansprechpartner
  • Aktuelles
  • Preise
  • Spruch der Woche
  • Crashkurse - richtig wiegen
  • Wetter
  • Satzung
  • Mitgliederversammlung
  • Kontakt
  • Impressum
  • Impressum
  • Kontakt
  • Login
  • Home
  • Ansprechpartner
  • Aktuelles
  • Preise
  • Spruch der Woche
  • Crashkurse - richtig wiegen
  • Wetter
  • Satzung
  • Mitgliederversammlung
    • 2009
    • 2010
  • Kontakt
  • Impressum

Allendorf

Am 2. Dezember 2010 hat die Hamporc Erzeugergemeinschaft erneut zu Mitgliederversammlung eingeladen. Trotz des Winterwetters fanden sich im Parkhotel Nuyken ca. 70 Mitglieder und Gäste ein.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Allendorf leitete die Versammlung gewohnt routiniert und gab nach der Begrüßung das Wort an Geschäftsführer Helmut Scho für die Vorstellung des Geschäftsberichtes.

Durch einen Anstieg von 11,1 % vermarkteter Ferkel und ein Zuwachs von 7,8 % bei Mastschweinen wurde im vergangenen Jahr die 50 Millionen Euro Umsatzmarke durchbrochen.

Insgesamt vermarktete die Hamporc Erzeugergemeinschaft 155 969 Ferkel und 305 314 Mastschweine. Die Ferkelerzeuger erzielten im Durchschnitt einen Erlös von 60.40 € pro Ferkel, ein Anstieg von ca. 4 € im Vergleich zu 2008. Der durchschnittlich erziele Erlös pro Mastschwein sank um 13 € auf 129,20 € pro Tier.

Nach Abschluss des Geschäftsberichtes standen die jährlichen Wahlen auf der Tagesordnung. Peter Allendorf wurde einstimmig wiedergewählt und bleibt, sehr zu Freude aller Mitarbeiter der Hamporc-EG, weiter erster Vorsitzender. Zum zweiten Kassenprüfer wurde Heinz Vogelsang gewählt.

Pünktlich zum Ende der Regularien traf Referent Peter Spandau von der Landwirtschaftskammer NRW ein und referierte über folgendes Thema:

"Wohin muss sich die Schweinehaltung im Münsterland entwickeln? - Rahmenbedingungen und Potentiale von Ferkelerzeugung und Schweinemast"

Herr Spandau beginnt seine Ausführungen mit der Bemerkung, es sei gerade aus Düsseldorf von einer Sitzung zurückgekehrt. „Anknüpfend an die Politik von 2005 der Rot/Grünen Landesregierung bekommen wir wieder Dinge vorgesetzt, von denen wir glaubten, sie hinter uns zu haben. Demnächst gebrauchen wir wieder mehr Stroh!“

Zum Thema führt Herr Spandau aus, dass sich der Fleischverbrauch der Weltbevölkerung lt. OECD-Statistik von 260 Mio. to in 2008 um 20 % auf über 314 Mio. to in 2018 erhöhen wird. „Verantwortlich dafür sind nicht die Industrienationen. Hier stagniert der Fleischverbrauch. Es sind die Schwellenländer wie Indien und China, die einen höheren Verbrauch garantieren. In Indien ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch erst bei 2 Kg, und auch in China liegt er unter 10 Kg.“

Die Veredelung im Münsterland lohne sich also weiterhin. Einen Selbstversorgungsgrad von heute 110% hatte man vor 15 Jahren kaum für möglich gehalten. „Deutschland ist heute Netto-Exporteur von Schweinefleisch.“

Gegenüber Niedersachsen, wo die Schweineproduktion sich mehr in Richtung Mast entwickelt hat, ist im Münsterland die Sauenhaltung interessanter. Besonders durch die Entwicklung, dass einige Betrieb nur noch gewerblich betrieben werden könnten, habe die Sauenhaltung Vorteile. „In der Sauenhaltung können Gewerbenachteile besser kompensiert werden als in der Schweinemast.“ „Die Erlöse für Mastschweine sind in den letzten 20 Jahren gesunken. Steuerrecht und Vieheinheitenschlüssel bremsen die Erwartungen. Durch Gewerblichkeit ergibt sich eine Nachteil in der Mast von 10 €/Platz, während bei der Sauenhaltung nur 12 €/Sau zu erwarten ist.“ Eine Alternative seien die sog. 51a-Gesellschaften, deren Einkommensnachteil nur bei 4 €/Platz liege.

Aber auch in der Sauenhaltung sei ein Strukturwandel notwendig. Durch die gesetzlich geforderte Gruppenhaltung ab 2013 könnten Betriebe bis 150 Sauen Probleme bekommen. Besonders die Saitenhalter in Bayern wären davon betroffen.

„Je intensiver der Standort ist, umso besser ist das Potential für Sauenhalter.“ In NRW werden noch 2/3 der Ferkel aus NRW gemästet. In Niedersachsen sehe das bereits anders aus.

Herr Spandau erläutert die Vorteile der Sauenhaltung gegenüber Biogasanlagen. „Auf 1.000 ha in der Veredelung können 5.000 Sauen gehalten werden. 25 Arbeitskräfte haben daraus ihr Einkommen. Beim Biogas sind es max. 5 Arbeitskräfte.“

Bezogen auf Erweiterungen im Schweinesektor gibt Herr Spandau folgendes zu bedenken: „die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Es ist Einzelbetrieblich zu entscheiden, wie der Betrieb zu verändern ist und man sich dem Markt stellen kann. Wo sind die Grenzen des Wachstums?“ Diese Frage lässt Herr Spandau offen, da er nur vom Betriebsleiter zu beantworten sei.

Die Erzeugergemeinschaft Hamporc bedankt sich bei allen Mitgliedern und Gästen für das Erscheinen und wünscht Ihnen und Ihrer Familie besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2011.



 

Hamporc Zucht und Mast Erzeugergemeinschaft e. V.
An den Bahngleisen 18 | 48356 Nordwalde